vampiere

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***Vampiermythos*** Was fasziniert so viele Menschen an der Legende Vampir? Ist es die geheimnisvolle und zugleich anziehende Aura die ihn umgibt? Der Sieg des Fleisches über den Tod, also die Unsterblichkeit? Oder vielleicht das Monströse, der Mord als "normale" Handlung? Man kann auf jeden Fall sagen, was auch immer uns bezaubert ist zum großen Teil, ein Teil unserer eigenen Persönlichkeit , den wir unterdrücken. Ich möchte hier weniger auf den erotischen Aspekt eingehen, nicht weil er etwa uninteressant wäre, sondern weil er eher wahrgenommen wird, als der blutrünstige. Viele Menschen betrachten nämlich die Figur des Vampir nur von ihrer romantischen Seite aus. Und übersehen dabei gerne das der Ursprung der Mythen in reinen Greulerzählungen von mordenden Wesen liegt. Und das passt extrem zu einer Krankheit der heutigen Zeit: Der Verleugnung unserer eigenen Animalität, des Todes, der Verwesung, der Bestie in uns, der grausamen Natur des Universums. Man möge mich nicht falsch verstehe, ich selbst würde mich als sehr friedliche, sanfte Frau bezeichnen, aber ich wäre dazu fähig an jemandem unerbittliche Rache zu nehmen würde er jemanden aus meiner Familie ermorden. In uns allen steckt die Kraft unserer tierischen Vergangenheit, einer Kraft die nicht nach Vernunft fragt sondern nur die Gefühle handeln läßt. Nicht umsonst wurde "Dracula" in einer Zeit geschrieben in der Sittenstrenge und heimliche Ausschweifungen, so Hand in Hand gingen wie im viktorianischen England. Einerseits hält uns das Buch vordergründig den Sieg des Guten über das Böse vor, und lebt doch die Gefühle und Wünsche aus die in der Öffentlichkeit streng verpönt waren. Natürlich hat sich das in vielen Dingen heute geändert, aber es kennt wohl jeder den Impuls, sinnlos jemanden zu ermorden, einfach so weil er "Lust" hat. Ich heiße keineswegs Gewalt gut oder befürworte die Taten von Massenmördern, aber ich kenne das Gefühl! Meiner Meinung nach ist ein gewisses Maß an Gewalt nur gesund für unsere Spezies, die sich gegen die Wünsche vieler noch nicht sehr weit vom Tier entfernt hat. Solange wir unsere eigene Natur nicht anehmen, nicht gegen sie kämpfen sondern sich akzeptieren, wird der Mythos des Vampir als Projektionsfläche für unsere unterbewußten Triebe nicht sterben. Und mal ehrlich, ist es nicht ein wenig langweilig am Ende der Nahrungskette geworden, ein bißchen Bedrohung ist doch immer interessant. Erst recht wenn sie eine Mischung zwischen Raubtier und Engel ist!



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